Ort der Vielfalt

 Neustadt in Holstein – Ein Orthportdervielfalt der Vielfalt

„Warum ist Neustadt in Holstein eortdervielfaltin Ort der Vielfalt“?

Die Geschichte Neustadts ist überschattet von der „Cap Arcona“ Tragödie. Zum Gedenken an die Opfer der NS Zeit und die Geschehnisse um den 3. Mai 1945 wurde der Cap Arcona Ehrenfriedhof mit Mahnmal errichtet. Eine Erinnerung und Aufarbeitung findet nicht „nur“ im  Museum und bei Gedenk- und Jahrestagveranstaltungen statt. Der Cap Arcona Arbeitskreis und die Kulturwerkstatt Forum tragen wesentlich zur Aufklärungsarbeit auch für junge Menschen bei. Engagierte BürgerInnen organisierten z. B. eine Mahnwache als der jüdische Friedhof vor einigen Jahren geschändet wurde. Die kritische, mutige Auseinandersetzung mit der Geschichte und die Aufklärung über Hintergründe bilden ein von vielen Ehrenamtlichen mitgetragenes Fundament. Mit Hilfe verschiedener Aktivitäten zu Themen wie Gewalt und Fremdenfeindlichkeit werden Kompetenzen besonders bei jungen Menschen geschaffen.

Demokratie soll als erlernbarer Prozess greifbar gemacht werden. Im Rahmen vieler Aktivitäten wie z.B. Zukunftswerkstätten, Schülerbeteiligungsprojekten oder Bildungsfahrten nach Berlin wird vermittelt, Mitbestimmung als demokratisches Instrument zu nutzen. Die jungen Menschen werden motiviert, ihr Lebensumfeld aktiv zu gestalten. Vorangegangen war schon eine Partizipationsstudie um lokale Schwächen aufzuzeigen und neue Möglichkeiten der Beteiligung junger Menschen zu schaffen. Das jährliche „Gogenkrog-openair“ und das demokratisch gewählte Kinder- u Jugendparlament sind aus diesen Bemühungen entstanden. VertreterInnen dieses Parlaments sind auch im Begleit-ausschuss „Vielfalt tut gut“ vertreten.

Neustadt in Holstein möchte das „barrierefreies Denken“ insbesondere bei jungen Menschen fördern. Zum Beispiel mit dem generationsübergreifenden Projekt „Jung hilft Alt- Alt hilft Jung“ oder dem  nationalitätsübergreifenden Programm „gemeinsam im Sport“. Die Schulen in Neustadt in Holstein haben sich zu dem Netzwerk „Lehrertafel“ zusammengeschlossen, um schulübergreifende Barrieren abzubauen.

Aus dem Kriminalpräventiven Rat hat sich u. a. ein Arbeitskreis herausgebildet, der sich auch mit gewaltbereiten Jugendlichen mit einer Affinität zur Rechtsradikalität beschäftigt und versucht, Perspektiven im gleichnamigen Projekt zu vermitteln. Hier sind alle Institutionen vertreten, die einen konkreten Bezug zu Jugendlichen haben, sodass im ganzheitlichen Sinne ein präventiver Schutz entstehen kann.

Über Themenfelder und Aktionen, wie z.B. der  „Tag der Nationen“, interkulturelle Märkte, „Europalauf“ und das internationale Folklorefestival, werden regelmäßig positive Berührungspunkte und Möglichkeiten kulturellen Erlebens für alle Menschen geschaffen. Dass Neustadt i. H. in besonderer Hinsicht vielfältig ist, zeigte sich beim „Neustadt-Treffen“ im vergangenen Jahr, zu dem alle Städte mit dem Namen „Neustadt“ aus Europa nach Neustadt in Holstein eingeladen wurden. Zum „Boxevent“ luden  SportlerInnen mit Migrationshintergrund andere MigrantInnen aus Europa ein. Die Schirmherrschaft für das Projekt „Vielfalt tut gut“ in Neustadt in Holstein hat übrigens das Produktions- und Schauspielerteam der ZDF-Serie „Küstenwache“, die hier seit dem Jahre 1996 gedreht wird, übernommen.

Einen kleinen Eindruck unserer Aktivitäten als Ort der Vielfalt können sie auch auf der folgenden Homepage gewinnen:   http://www.vielfalt-neustadt.de

 

Kontakt und Informationen: Andreas Adler