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Demokratie leben!

Durch die vorherigen Bundesprogramme wurde das Engagement von Neustadt in Holstein mit dem Titel „Ort der Vielfalt“ ausgezeichnet. Dieser wurde als Marke für die vor Ort geleisteten Maßnahmen gegen Rechtsextremismus pressewirksam öffentlich darstellt. Mit der lokalen Partnerschaft für Demokratie wird die in den Vorgängerprogrammen geleistete Arbeit fortgesetzt. Durch gezielte Aktionen und themenorientierte Einzelprojekte soll das Engagement für Demokratie und gegen Gewaltbereitschaft jeglicher Art fortgesetzt werden.

Eine im Schuleinzugsgebiet der Partnerschaft für Demokratie aufkeimende Bewegung mit verstärkter Tendenz zu Ausländerfeindlichkeit und Gewaltbereitschaft gruppiert sich unter dem Vorwand eines Engagements gegen Islamisierung. Der betroffene Stadtteil, Westpreußenring, bietet aufgrund seiner strukturellen Rahmenbedingungen, verbunden mit einem sehr hohen Migrantenanteil sowie einer überdurchschnittlichen Fluktuationsrate einen Nährboden für die rechtsextreme Szene.

Mittels spezifischer Einzelprojekte will die Stadt der rechtsextremen Szene die Stirn bieten, um ihr den Nährboden für die Rekrutierung von gefährdeten Kindern und Jugendlich zu entziehen. Ebenso wird sich das Kinder- und Jugendparlament explizit für Kinder und Jugendliche einsetzen, die Gefahr laufen, sich der rechtsextremen Szene anzuschließen, um diesen eine Perspektive aufzuzeigen, sie zu animieren und sie in das Gemeinwesen zu integrieren. Die jährlich wiederkehrende Abschlussveranstaltung (Projektbörse) wird zum Anlass genommen, um die zivilgesellschaftliche Öffentlichkeit einzuladen, zu informieren und für eine aktive Beteiligung zu gewinnen.

Die Koordinierungs- und Fachstelle, der Aktions- und Initiativfonds sowie der Jugendfonds sind in der Trägerschaft des Vereins „Kinder und Jugend Netzwerk Neustadt in Holstein e. V.“ angebunden. Dieser verfügt über ein großes Netzwerk und ist bereits erfolgreiche Kooperationen mit den Vertretern aus der örtlichen Wirtschaft eingegangen.

Zwei Mitglieder aus dem Kinder- und Jugendparlament sind stimmberechtigt im Begleitausschuss und werden dort aktiv ihre Einzelprojekte, die mit Hilfe des Jugendfonds gefördert werden, vertreten.

Informationen, Kontakt und Ansprechpartner:
Karl-Heinz Schumacher (khschumacher@stadt-neustadt.de)
Danny Seidel (dseidel@stadt-neustadt.de)
Telefon: 04561 619304